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Warum sollte ich keine Lowgain Leinwand in einem Wohnzimmer nutzen?

Bei einer grauen oder schwarzen Lowgain Leinwand wird eine zumeist ähnlich einer weißen Leinwand diffus streuende Oberfläche verwendet, die jedoch nicht hochweiss sondern mehr oder minder grau bis hin zu schwarz sein kann. Die Gain-Werte schwanken von knapp unter 1 bis knapp über 0. Je geringer dabei der Gainwert ist, um so dunkler wirken die dunklen Bildpassagen. Da aufgrund der diffusen Streuung genau wie bei einer weißen Leinwand 99,999% des aufprojizierten Lichts nicht im Auge des Betrachters landen, wird der Helligkeitseindruck gegenüber einer weißen Leinwand analog zur Gainwert-Abnahme vermindert und müsste somit durch einen entsprechend helleren Projektor ausgeglichen werden, was zumeist mit einem schlechteren Schwarzwert verbunden ist, da helle Präsentationsprojektoren zumeist kein gutes Schwarz darstellen können.

Diese Art von Leinwänden wird dementsprechend heute kaum noch verwendet, da ohne Anhebung der Leuchtdichte lediglich eine (Kontrast-)Verschiebung in den dunklen Bereich, nicht jedoch eine wirkliche (kontrast-)Verbesserung erzielt wird.

Informationen zu einem sehr dunklen Produkt sind unter folgendem Link zu finden. Wie man an den Bildern im Abschnitt “5. Bildeindruck” auf der Seite indirekt sehen kann, wird auf diesen Leinwänden bei Streulichteinfall vermutlich weder ein richtig gutes Schwarz noch ein gutes Weiß erzielt (zumindest konnten wir mit schwarzen Materialien nur mit Leuchtdichten ab 15.000 ANSI Lumen bei max. 2m Bildbreite akzeptable Ergebnisse in Tests erzielen), denn sonst hätte der Webseitenbetreiber sicherlich nicht sein Bildmaterial so “unprofessionell nachbearbeitet” veröffentlicht, dass dies selbst Laien auf Anhieb auffallen sollte, da das Schwarz in den anscheinend aufprojizierten Bildern deutlich dunkler bzw. schwärzer ist, wie die Leinwandoberfläche im nicht ausgeleuchteten Bereich.

Ich habe zum Verdeutlichen einmal eines der Fotos in einem Grafikprogramm geöffnet, den Schwarzton ausgelesen und ein Rechteck mit diesem Schwarzton (per Farbeimer-Funktion) ausgefüllt, welches in den oberen nicht per Projektion ausgeleuchteten Leinwandbereich hineinreicht. So kann man auf Anhieb sehen, dass es sich um manipuliertes Bildmaterial handelt, mit dem Betrachtern ein falscher Eindruck vermittelt werden soll, denn das Schwarz innerhalb der Projektion wird eher heller wie dunkler als die Leinwandoberfläche aussehen müssen.

BlackScreen TageslichtleinwandStandbild aus einem Film

Das zweite Bild stammt aus einem Youtubeclip und zeigt, was diese Leinwand real leisten kann.